Skip to content

Gender

Januar 20, 2012

Der Begriff „Gender“ stammt aus der Sexualpsychologie.

Er entsprang dem Bemühen, sprachlich mit der Transsexualität umzugehen: mit der leidvollen Selbstwahrnehmung mancher Menschen, dem anderen Geschlecht anzugehören, in einem falschen Körper zu stecken.
Daraus entwickelte sich die Vorstellung eines vom biologischen Geschlecht (im Englischen: sex) abgelösten emotionalen Geschlechts (Gender).
Geschlecht ist demnach eine gesellschaftspolitische Konstruktion.
Das ist die ideologische Grundlage dieser Disziplin.

Sie beruht auf einer Theorie des Psychologen John Money, die in den 70er-Jahren von Feministinnen begeistert aufgenommen wurde.
Money war einer der ersten, die wissenschaftlich zu beweisen versuchten, dass Geschlecht nur erlernt sei, er war einer der Pioniere der Gender-Theorie.
Money unterzog 1967 den knapp zwei Jahre alten Jungen Bruce Reimer einer geschlechtsangleichenden Operation, dessen Penis zuvor bei einer Beschneidung (versehentlich) verstümmelt worden war.
Das Experiment lief jedoch aus dem Ruder:
Schon als kleines Kind riss sich Brenda, wie Bruce nun hieß, die Kleider vom Leib. Um Mädchenspielzeug machte sie einen weiten Bogen.
Mit beginnender Pubertät diagnostizierte Money bei „Brenda“ eine „lesbische Veranlagung“, weil der „Junge“ sich von Mädchen angezogen fühlte.
In seinen Zukunftsträumen sah sich „Brenda“ als jungen Mann mit Schnurrbart in einem Sportwagen.
Als Brenda mit 14 erfuhr, dass sie als Junge auf die Welt gekommen war, ließ sie die „Geschlechtsumwandlung“ rückgängig machen und nannte sich ab sofort David.

Trotz des Fehlschlags diente der Fall einem Teil der Frauenbewegung als wissenschaftlicher Beleg für die Thesen des Gleichheitsfeminismus.
So schrieb Alice Schwarzer 1975, dass „die Gebärfähigkeit auch der einzige Unterschied ist, der zwischen Mann und Frau bleibt.
Alles andere ist künstlich aufgesetzt.“

Das Experiment Money würdigt sie als eine der „wenigen Ausnahmen, die nicht manipulieren, sondern dem aufklärenden Auftrag der Forschung gerecht werden“.

Aus einigen feministischen Schriften wurde der Fall in den folgenden Jahren stillschweigend gestrichen – nicht jedoch die Theorie, die er nicht bewiesen, sondern widerlegt hatte.

David Reimer zog aus seinen Erfahrungen einen schlichteren Schluß: „Man kann nicht sein, was man nicht ist.“

Im Frühjahr 2004 erschoss sich David Reimer mit einer Schrotflinte.

„Möchten sie mehr Wissen?“
Faz – Der kleine Unterschied

Advertisements
One Comment

Trackbacks & Pingbacks

  1. Gender Mainstreaming « Herrschaftssprache

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: